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Colleen Hoover

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    REZENSION zu Nur noch ein einziges Mal

    18. Januar 2018
    Buchinfos

    Titel: Nur noch ein einziges Mal
    Originaltitel: It ends with us
    Autorin: Colleen Hoover
    Seitenzahl: 416
    Erschienen: 10.11.2017
    Verlag: dtv
    ISBN: 978-3-423-74030-2
    Preis: 14,95 €

    Inhalt

    Lily hat mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen und möchte sich in Boston ein neues Leben aufbauen, wo sie den attraktiven Neurochirurgen Ryle kennenlernt, der ihr monatelang nach dem ersten Zufallstreffen auf einer Dachterrasse nicht mehr aus dem Kopf geht. Ihm scheint es nicht anders zu gehen und er wirft sein Konzept, keine feste Beziehung haben zu wollen, innerhalb von Windeseile über den Haufen, um Lily auf Händen zu tragen. Vergessen scheint Lilys schwierige Kindheit und ihre große Liebe Atlas, der von heute auf morgen verschwunden war und nun plötzlich wieder vor ihr steht. Auf einmal zeigt auch Ryle eine Seite von sich, die sie niemals erwartet hätte.

    Erster Satz

    „Ich sitze auf der gemauerten Brüstung einer Dachterrasse, blicke zwölf Stockwerke tief auf Boston hinunter und denke an Selbstmord.“

    Eigene Meinung

    Als großer Colleen Hoover Fan war ihr neuestes „Meisterwerk“, wie es vielerseits genannt wird, „Nur noch ein einziges Mal“, auf meiner Leseliste ein absoluter Pflichttitel und bekommt in alter Hoover-Manier fünf Eier von mir. Dieses Buch ist genauso gut wie alle anderen Werke von Colleen Hoover zuvor. Und doch so anders. Wie immer gelingt es ihr bereits mit den ersten Worten, den Leser in den Bann zu ziehen, man vergisst alles um sich herum und lässt sich von ihren ausdrucksstarken Worten durch die Handlung tragen. Dabei haben mir besonders die eingestreuten Tagebucheinträge aus Lilys Jugend gefallen, in denen sie ihrem Idol Ellen DeGeneres von ihren Sorgen erzählt. Ebenfalls nicht unüblich ist die klassische Bad Boy Lovestory und eine düstere Vergangenheit. Doch anstatt den Leser lange auf die Folter zu spannen, stellt sie schon von Anfang an klar, dass die Protagonistin Lily und ihre Mutter Opfer häuslicher Gewalt wurden. Genau das ist es, was dieses Buch in meinen Augen so von Colleen Hoovers bisherigen Erzählungen abhebt. Indem sie schon von Beginn an die Sache beim Namen nennt, gewinnt das Buch ungemein an Authentizität, denn man blickt den Tatsachen schonungslos ins Auge. Lilys Vater hat ihre Mutter regelmäßig verprügelt, jedoch immer an Stellen, die für die Öffentlichkeit nicht sichtbar waren. Es sollte schließlich niemand mitbekommen, wie der ehrenwerte Bürgermeister zu Hause mit seiner Frau umgeht. Trotzdem ist sie bei ihm geblieben, all die Jahre. Wenn man von solch einer schrecklichen Situation hört, ist meist der erste Gedanke „Wieso bleibt sie denn noch bei ihm? Ohne ihn wäre sie doch viel besser dran und das Kind müsste das Ganze nicht mit ansehen.“ Doch so einfach ist das leider nicht. Wie soll man einen Menschen verlassen, dessen herzensgute, ehrliche und zuvorkommenden Seiten man über alles liebt? Was wäre, wenn es wirklich das letzte Mal gewesen ist, dass ihm die Hand ausgerutscht ist? Heutzutage haben viele Menschen dazu eine klare Meinung, aber wie kann man bei solch einem brisanten Thema Position beziehen, wenn man es nicht selbst erlebt hat? Colleen Hoover gelingt es auf beeindruckende Art und Weise, unterschiedliche Sichtweisen aufzuzeigen ohne dabei wie ein Moralapostel zu wirken. Am Ende konnte ich überraschenderweise nicht nur diejenige bewundern, die die Warnsignale frühzeitig erkennt, einen klaren Schlussstrich zieht und somit das Leben mehrerer Personen rettet, sondern auch Verständnis für die Frau aufbringen, die den Kummer und die Schmerzen über all die Jahre hinweg ertragen hat. Unglaublich berührend fand ich auch Colleen Hoovers Nachwort, in welchem sie sehr persönliche Einblicke in ihre eigenen Erfahrungen mit dem Thema häusliche Gewalt gibt und nochmal klar darauf hinweist, dass eben nicht jeder Fall gleich ist, wie es häufig angenommen wird.

    „Nur noch ein einziges Mal“ ist eine der authentischsten, inspirierenden und ehrlichsten Geschichten, die Colleen Hoover jemals erzählt hat. Neben der eindringlichen Thematik der häuslichen Gewalt, wartet das Buch mit starken Charakteren auf, die man sofort ins Herz schließt, und imponiert mit einer wunderschönen Sprache.

    Bewertung


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